Was ist eine Nasenspitzenkorrektur?
Die Nasenspitzenkorrektur (Tipplastik) ist ein chirurgischer Eingriff, der ausschließlich das untere Drittel der Nase — die Nasenspitze — adressiert, ohne die Nasenknochen zu berühren. Während eine vollständige Rhinoplastik Knochen, Nasenrücken und Spitze gemeinsam behandelt, beschränkt sich die Tipplastik auf die Formveränderung der unteren Seitenknorpel, der Kolumellarsäule und des Fett-Bindegewebes der Nasenspitze. Da keine Osteotomien (Knochenschnitte) durchgeführt werden, ist der Eingriff erheblich weniger invasiv und mit einer deutlich schnelleren Erholung verbunden.
Indikationen
- Hängende Nasenspitze: Die Spitze zeigt nach unten oder hängt beim Lächeln weiter ab.
- Knollige oder runde Nasenspitze: Breite, runde oder undefinierte Spitze durch große oder schlecht geformte untere Seitenknorpel.
- Asymmetrische Nasenspitze: Ein Nasenloch ist deutlich größer oder anders positioniert als das andere.
- Zusammengezogene (Pinch) Nasenspitze: Unnatürlich schmale oder eingezogene Spitze.
- Über- oder unterprojizierte Nasenspitze: Die Spitze steht zu weit vor oder tritt zu wenig hervor.
Erholungszeit
Da keine Knochenarbeit durchgeführt wird, ist die Erholung nach einer Tipplastik deutlich schneller und angenehmer als nach einer vollständigen Rhinoplastik. Eine kleine Nasenbinde oder -tapung verbleibt ca. 5–7 Tage. Hämatome sind minimal oder absent, Schwellungen auf den Nasenspitzenbereich begrenzt. Die meisten Patienten kehren nach 1 Woche zu Büroarbeit und sozialen Aktivitäten zurück. Das Endergebnis ist nach 6–9 Monaten vollständig sichtbar.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Nasenspitzenkorrektur ein ambulanter Eingriff?
Ja, in den meisten Fällen wird sie ambulant unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie mit Sedierung durchgeführt.
Beeinflusst die Tipplastik die Nasenatmung?
Nein — bei sorgfältiger Planung mit ausreichend erhaltener Knorpelstütze im Nasenventilbereich bleibt die Atmung unverändert oder verbessert sich leicht.
